Sonntag, 2. November 2025
Basierend auf den exzellenten Erfahrungen von der Premiere im Jahre 2024, hatte sich das Organisationsteam des Öschberghofs in Donaueschingen für die Neuauflage wieder einiges einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit der Gäste zu gewinnen. Auch heuer wurden nicht weniger als acht teils schon hochdekorierte Chefs eingeladen, die mit ihren Gerichten den Höhepunkt der Gala darstellen würden. Dank der großzügigen Räumlichkeiten konnten auch heuer locker wieder mehr als 300 Tickets an den Mann gebracht werden, wodurch es letztlich nicht schwer fiel, erneut jede Menge interessierter Sponsoren und Produzenten von Getränken oder Lebensmitteln für das Event zu gewinnen. Prominente Marken wie AKI Kaviar, Valrhona, Dallmayr, Butter Boyz, Ruinart und Rungis Express (um nur ein paar zu nennen) bürgen für exzeptionelle Qualität und werten das Event schließich ungemein auf.
Mit dem Triumvirat Manuel Ulrich (Chefkoch des Ösch Noir**), Michael Artner (General Manager) und David Breuer (Executive Assistant Manager) an der Spitze ist das Etablissement zudem bestens aufgestellt, um ein Event dieser Größenordnung stemmen zu können. Eine einzige Zahl möge den Aufwand verdeutlichen: von 700 zum Auftakt gelieferten Austern blieb schon nach einer halben Stunde nicht eine einzige mehr übrig! Das überreiche Angebot an Alternativen ließ diesen Umstand jedoch schnell vergessen, da wirklich an allen Ecken und Enden Exzellenz geboten wurde, die sich absolut sehen lassen konnte. Weitere Details wie Live-Musik oder die Fotoleinwände für all diejenigen, die ein besonderes Erinnerungsstück brauchten, zeigten zudem, dass auch an so ziemlich alles abseits der Kulinarik gedacht worden war. Da auch alle Getränke inkludiert waren, hatte sich die Investition in Höhe von € 295 für ein Ticket gefühlt sehr schnell amortisiert. Die folgenden bebilderten Eindrücke mögen exemplarisch aufzeigen, in welchen Dimensionen hier geplant wird:



Schon das Fingerfood zum Auftakt konnte sich genauso
sehen lassen wie etwa die Wurst- oder Butterauswahl

Gastgeber Manuel Ulrich vom Ösch Noir** (rechts) mit
Sebastian Obendorfer (Eisvogel**, Neunburg vorm Wald)

Sebastian Obendorfer: Schweinebauch,
Kuyjo Negi, schwarze Nuss, Impérial-Kaviar

Manuel Ulrich: Lachs, Sauerkraut, Traube, Ossetra-Kaviar

Simon Tress (1950*, Hayingen) mit David Breuer,
Executive Assistant Manager im Öschberghof und vielen
sicherlich noch bestens bekannt von seiner Zeit her
in der weltbekannten Schwarzwaldstube

Simon Tress: Pastinake und Kirsche

Lokalmatador Jason Grom (Die Burg*, Donaueschingen)

Jason Grom: Knollensellerie im Salzteig gebacken,
gegrillte Shiitake, confiertes Eigelb,
Piemonteser Haselnüsse und Liebstöckel

Aus der Schweiz angereist:
Patrick Mahler (focus ATELIER**, Vitznau)

Patrick Mahler: Rindertatar, Entenlebereis, rote Bete, Cassis

Am Fuße der Schwäbischen Alb geboren, aber ebenfalls
bei den Eidgenossen tätig: Stefan Heilemann (Widder**, Zürich)

Stefan Heilemann: Geschmorter Nacken vom
Schweizer Wagyu, Tom Yum, Erdnuss, Kaffirlimette

The Duc Ngo (u.a. Ryotei 983, Berlin), Gründer der
Neuen Asiatischen Küche, gehört zu den
erfolgreichsten Gastronomen von ganz Europa

The Duc Ngo: Toro (Bauch von Balfégo-Thunfisch),
geräucherter Aal, Dashi, Rettich, grüner Chili

Genau wie Simon Tress schon zum
zweiten Mal dabei: Simon Lang (Sartory*, Augsburg)

Simon Lang: Matjes vom Seesaibling, Bohnensalat-Eis,
Kartoffelschaum, Buttermilch, Birne, Dillöl

Florian Stolte (1789*, Baiersbronn) vom Zweitrestaurant
der Traube Tonbach

Florian Stolte: Gänseleber, sauer-scharfer Papayasalat, Tom Kha

Entworfen von den Siegern der Azubi-Kochchallenge:
Bleu d’Auvergne, Brillat Savarin, Walnuss, Feige, Glühwein

Buchstäblich ein Höhepunkt unter den Desserts: die
hierzulande leider nur wenig bekannte französische Torte
Croquembouche, die aus Windbeuteln besteht und
zu einer Pyramide aufgeschichtet wird
Die breite Streuung der Gerichte empfand ich als besonders wohltuend, denn zu den regelrecht vor Umami strotzenden Gerichten wie etwa Stefan Heilemanns geschmortem Nacken vom Wagyu oder Sebastian Obendorfers Schweinebauch ging Patrick Mahlers hochelegante Interpretation des Rindertatars mit roter Bete und Cassis einen ausgesprochen durchdachten Kontrapunkt ein.
Der Erfolg dieses Events steht außer Frage, denn mit Sonntag, dem 8. November 2026, ist schon jetzt der Termin für die dritte Auflage der Gala publik gemacht worden. Natürlich stehen dabei die Namen der teilnehmenden Chefs zu so einem frühen Zeitpunkt noch aus, aber das ändert nichts daran, dass viele Gäste aus dem Vorjahr schon jetzt einen erneuten Besuch einplanen dürften. Wer wollte es ihnen auch verdenken?!
