Schach: 20 berühmte Schlusszüge

Das Diagramm zeigt die Partie Nimzowitsch – Nielsen, Kopenhagen 1930. Leider ist diese Beispiel nicht berühmt genug, um in die untenstehende Serie aufgenommen zu werden. Sehenswert ist Nimzowitschs Schlusszug in dieser Simultanpartie nämlich allemal: 23. Df3-f6!!.

=====================================================================

Hier finden Schachfreunde eine Zusammenstellung berühmter Schlusszüge aus der Schachgeschichte. In jedem Beispiel (mit Ausnahme des ersten aus dem 19. Jahrhundert) ist mindestens ein Weltklassespieler involviert. Schaffen Sie es, die Beispiele richtig zuzuordnen? Theoretisch sind natürlich mehrer Lösungen denkbar, aber da nicht nur das Zielfeld, sondern auch das Ausgangsfeld der Figur sowie die Zugzahl angegeben sind, erscheint dies jedoch nahezu ausgeschlossen. Eine gewisse Vertrautheit mit der Schachgeschichte ist natürlich Voraussetzung.

Hier sind zunächst einmal die Züge. Wenn Sie Tipps benötigen, dann scrollen Sie in die nächste Zwischensektion, bevor untenstehend die Lösung folgt. Die Züge sind chronologisch angeordnet.

(1)     37… e3-e2!

(2)     23… Dc3-g3!!

(3)     18. Ke1-d2#

(4)     29… Db6-b2!!

(5)     25. Lf7-e8!!

(6)     46… Td8-d1!!

(7)     30. Dg3xg7+!!

(8)     20. Dd3-g6!!

(9)     21. Le5-g7!!

(10)    39… Tc4-c1!!

(11)    24… Ta8xa3!!

(12)   30. Db2-h8+!!

(13)   27. Tb1-b8!!

(14)   38… Sf5-g3+!!

(15)     20… Td8-d1!!

(16)     28… Df6-f3!!

(17)     6. Dd1-e2!

(18)     28… Sg3-h1!!

(19)     35. De4-h7#

(20)     50. Df4-h6+!!

============================ TIPPS ============================

(1)   Ein berühmteres Beispiel für die Kraft verbundener Freibauern dürfte es nicht geben.

(2)   Dieser Zug gilt als einer der schönsten Züge der Schachgeschichte.

(3)   Weiß hätte seine Magnetmatt-Kombination auch mit der langen Rochade krönen können.

(4)   Ein künftiger Weltmeister schlug hier aus der schwachen Grundreihe des Gegners Kapital.

(5)   Eine positionelle Lehrbuchpartie krönte ein hypermodernen Meister mit einem kühnen Zug.

(6)   Ein Turmopfer für ein einziges Tempo machte die schwarzen Freibauern unaufhaltsam.

(7)   Zwei sowjetische Elitegroßmeister kreuzten hier die Klingen bei einem Interzonenturnier.

(8)   Einen missratenen Nimzoinder bestrafte ein extrem kreativer Spieler mit einem Damenopfer.

(9)   Nach einem Damenopfer schnitt der Schlusszug dem schwarzen König den Rückzug ab.

(10)  Dieses Turmopfer versperrte die Grundreihe und sicherte die Umwandlung eines Freibauern.

(11)  Ein dreifach gedeckter Bauer hinderte Schwarz nicht daran, ihn mit Gewinn zu schlagen.

(12)  Auf höchster Ebene krönte der amtierende Weltmeister eine Glanzpartie.

(13)  Das brettumfassende Ablenkungsopfer eines ehemaligen Weltmeisters ist sehr ästhetisch.

(14)  Ein zu seiner Zeit mit Weiß als nahezu unbesiegbar geltender Spieler wurde hier bezwungen.

(15)  Dieser Zug ging bei einer Olympiade als die „Turmbombe des Turniers“ in die Geschichte ein.

(16)  Im Herbst seiner Karriere zauberte ein Exweltmeister dieses Damenopfer aufs Brett.

(17)  Ein künftiger Weltmeister wurde hier das Opfer seiner eigenen Leichtgläubigkeit.

(18)  Ein Rösselsprung in die Ecke des Bretts krönte diese Partie des amtierenden Weltmeisters.

(19)  Ein völlig unspektakulärer Mattzug – und doch hatte ihn ein Weltmeister übersehen …

(20)  Schöner kann man seinen Weltmeistertitel nicht verteidigen.

============================ LÖSUNGEN ============================

(1) MacDonnell – De LaBourdonnais, 4. Match, 16. Partie, London 1834


37… e3-e2!

 

(2) Levitzky – Marshall, Breslau 1912

23… Dc3-g3!!

 

(3) Ed. Lasker – Thomas, London 1912

18. Ke1-d2#

 

(4) Bernstein – Capablanca, Moskau 1914

29… Db6-b2!!

 

(5) Reti – Bogoljubow, New York 1924

25. Lf7-e8!!

 

(6) Geller – Averbach, Kiew 1954

46… Td8-d1!!

 

(7) Keres – Spassky, Göteborg 1955

30. Dg3xg7+!!

 

(8) Bronstein – Geller, Moskau 1961

20. Dd3-g6!!

 

(9) Petrosian – Pachman, Bled 1961

21. Le5-g7!!

 

(10) Averbach – Korchnoi, Moskau 1965

39… Tc4-c1!!

 

(11) Mikenas – Bronstein, Tallinn 1965

24… Ta8xa3!!

 

(12) Petrosian – Spassky, 10. WM-Partie, Moskau 1966

30. Db2-h8+!!

 

(13) Botwinnik – Keres, Moskau 1966

27. Tb1-b8!!

 

(14) Karpov – Taimanov, Leningrad 1977

38… Sf5-g3+!!

 

(15) Suba – Portisch, Thessaloniki 1984

20… Td8-d1+!!

 

(16) Andruet – Spassky, Bundesliga 1988

28… Df6-f3!!

 

(17) Zapata – Anand, Biel 1988

6. Dd1-e2!

 

(18) Piket – Kasparov, Tilburg 1989

28… Sg3-h1!!

 

(19) Deep Fritz – Kramnik, Match, 2. Partie, Bonn 2006

35. De4-h7#

 

(20) Carlsen – Karjakin, WM-Match, Tiebreak, 4. Partie, New York 2016

50. Df4-h6+!!

 

Ich hoffe, auch dieser Beitrag der etwas anderen Art hat Spaß gemacht.
Demnächst geht es hier weiter mit noch mehr Glanzzügen.